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Glagolizia. Mit dem glagolitischen Alphabet wird die altslavische Sprache geschrieben und ist heute nur noch selten in Gebrauch. Glagolizia gilt als die älteste slavische Schrift.
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Über das slawische Alphabet des Hl. Konstantin-Kyrill Philosoph – die Glagoliza (Glagolitische Schrift)
»Konstantins historische Leistung und der überzeugendste Beweis seiner inneren Verpflichtung ist die Erarbeitung und erste Ausprägung des slawischen Alphabets. Dabei berücksichtigte er die phonetischen Eigentümlichkeiten allein der altbulgarischen Sprache. Bevor die Verfasser ausführlich auf diese Leistung Konstantins eingehen, halten sie eine einleitende Vorbemerkung für angebracht: Es scheint so, als habe ganz allgemein das bisherige Bemühen um Beantwortung der wichtigen Frage, für wenn - cui bono - das bulgarische Alphabet erarbeitet worden ist und für wenn griechische Texte ins Bulgarische übersetzt wurden, bisher im Zeichen einer gewissen Befangenheit, Voreingenommenheit oder gar Verkrampfung gestanden haben. Das findet in vielfachen Einschränkungen der Aussagen mit \"wenn\" und \"aber\" deutlichen Ausdruck. Eine völlig unbefangene und unvoreingenommene Untersuchung könnte eigentlich nur von der Annahme ausgehen - und sie dann natürlich kritischer Prüfung unterziehen, daß diese Schöpfung einer Schriftsprache doch wohl denjenigen zugedacht war, deren Sprache und Spracheigentümlichkeiten dabei zugrundegelegt wurden, also den Bulgaren. Die das öfteren vertretene Auffassung, daß das neue Alphabet Konstantins von ihm Erleichterung der Durchführung seiner Mähren-Mission geschaffen wurde, hält kritischer Überprüfung aus sachlichen und zeitlichen Gründen nicht stand. Konstantin hat das bulgarisch-slawische Alphabet ohne Auftrag und ohne, daß es ihm durch weltliche oder kirchliche Pflichten aufgelegt wurde, aus eigenem Entschluß erarbeitet. Das neue Alphabet war für die Erfüllung der Missionsaufgabe nicht nur notwendig, sondern seine Einführung und Verbreitung bildeten eine zusätzliche und überflüssige Belastung. Die Mähren verwendeten bereits die lateinische Schrift. Konstantin hatte keine Veranlassung, für sie eine neue Schrift zu erfinden. Es wäre im Gegenteil ein wunderliches Unterfangen gewesen, ein neues Alphabet zu erarbeiten, nach dem niemand verlangte, für eine Sprache, die er nicht beherrschte, für ein Land, das er nicht kannte und ein Volk, das keine Schrift brauchte, da es bereits eine altbewährte besaß. Schließlich: Das weitere Verhalten Konstantins zeigte, daß er kein Interesse hatte, sein Alphabet der mährischen Sprache und ihrer abweichenden Phonetik anzupassen. Das aber hätte er, wäre das Alphabet für Mähren gewesen, schon vorher tun können; denn Angehörige der Gesandtschaft Rostislavs hätten ihm alle Auskünfte schon in Konstantinopel geben können. Er hätte das aber spätestens in Mähren tun müssen; denn dort verfasste er Übersetzungen. Er tat nichts dergleichen. Sein Alphabet blieb unverändert - ausgerichtet allein an der bulgarisch-slawischen Sprache.« Quelle Von Sulmtal, Angelika Hoffer Edle, Margaritoff, Michael: Über Kyrill und Methodi - ein Versuch zur Bestimmung der Nationalität der Slawenapostel Konstantin und Methodi und zur Deutung einiger damit zusammenhängender Umstände, erste Ausgabe, Verlag des Otetschestven Front, Sofia, 1989, S. 114–116; zweite Ausgabe, Verl. Tangra ТanNakRa Allgemeinbulgarische Stiftung, Sofia, 1999. |
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