BEARBEITEN Entstehung Das M ist der 13. Buchstabe des lateinischen Alphabets und gehört zu den Konsonanten (von lat.: con= mit, sonare= tönen; »Mitlaut«).
Das M gibt es sowohl als Großbuchstabe M (in der Fachsprache Versalie oder Majuskel genannt) als auch als Kleinbuchstaben m (Minuskel oder Gemeinen).

Die geschichtliche Entwicklung des Zeichens M erfolgte angefangen bei dem Wortzeichen (Ägypten, etwa im Jahre 3000 v. Chr.), über das Silbenzeichen, eine zeichnerische Vereinfachung des Wortzeichens, bis hin zum Lautzeichen, dem man heute noch ansieht, wann seine eigentliche Formgebung begann.
Vor rund 3500 Jahren bezeichnete die dreizackige Linie und das entsprechende semitische Wort Mem für ein Volk von Wüstennomaden einen sehr zentralen Begriff: Wasser.
Das Alphabet, das die Wüstennormaden benutzen, heißt protosemitisch.
Im phönizischen Alphabet, etwa 900 v. Chr., wurde daraus der Buchstabe Mem. An einen rechts stehenden Stamm wurden zwei nach links stehende, zu jener Zeit schrieb man noch von rechts nach links, Zacken wie Fähnchen angefügt.
Der Eingriff, den die archaischen Griechen bei der Übernahme des semitischen Alphabets durchführten, war die Umkehrung der Schreibrichtung, also wie wir sie in unseren Kulturkreis heute kennen, von links nach rechts.
So wurde das Mem als My (Mü gesprochen) mit der kleinen aber wesentlichen Änderung im 8. Jahrhundert in das griechische Alphabet übernommen.
Nach und nach entwickelte sich nun die klassische Form des Ms, die wir heute kennen – das Zeichen wurde symetrisch, begann und endete auf der Schriftlinie und bestand aus zwei Zacken, die sich in der Mitte treffen. Der wichtigste Schritt bis zur klassischen Form betrifft allerdings die zwei äußeren Striche, die zunehmend in die Senkrechte rückten.
Die klassische Form hat sich mit der Capitalis Monumentalis, etwa im 3. Jahrhundert herausgebildet.
BEARBEITEN Bedeutung
Bedeutung in Physik und Chemie
¬ M ist das Formelzeichen für Molarität.
¬ M ist in chemischen Formeln Symbol für ein Metallatom oder -ion
¬ M ist die dritte Elektronenschale, ein bestimmter Energiebereich im Kraftfeld eines Atomkerns.

Bedeutung im SI Einheitssystem
M ist die Abkürzung für die Vorsilbe Mega und steht für Million.

Bedeutung im in der Filmgeschichte
¬ M ist der Name eines Films von Fritz Lang (1933) in dem es um einen kinderfressenden Serienkiller geht.
¬ M ist auch der Deckname des Leiters des britischen Geheimdienstes in James Bond Filmen.

Bedeutung im im Alltag
¬ M ist eine Gewichtsklasse bei Eiern und steht für mittelgroß.
¬ M ist die Abkürzung für die Kleidergröße Medium.
¬ M steht auf deutschen Kennzeichen für München, in Spanien für Madrid und auf internationalen für Malta.

Bedeutung in Videospielen
¬ M ist die Abkürzung für Mario, einen Nintendo® Charakter.


Sonstige Bedeutung
¬ M ist bei Elektrogeräten das Symbol für Motor.
¬ M ist die Abkürzung für die ehemalige Währung Mark in Deutschland und Finnland.
¬ In Kalendern ist M oft die Abkürzung für Montag oder einen der Monate März oder Mai.
¬ Im CMYK Farbmodus steht M für die Farbe Magenta.
¬ In verschlüsselter Form findet man das M auf Clubjacken von Motorrad-Rockern; eine in einer Raute stehende 13 verweist auf den 13. Buchstaben des Alphabets und deutet an, daß der Träger den Genuß von Marihuana schätzt.
BEARBEITEN Römische Zahl M wird seit mehr als zweitausend Jahren als Zahlzeichen für den Wert 1000 verwendet. Hierfür gibt es auch ein eigenes Unicode-Zeichen: U+216F Roman Numeral One Thousand.
 
BEARBEITEN siehe auch U+2133 SCRIPT CAPITAL M
 
BEARBEITEN Aussprache

+ Deutsch [ɛm]
+ Englisch [ɛm]
+ Französisch [ɛm]

+ Quelle
Mangold, Max. Duden. Das Aussprachewörterbuch. 6. Auflage. Bibliographisches
Institut F. A. Brockhaus AG: Mannheim, 2005.
 
HINZUFüGENÄHNLICHE ZEICHEN
 < CHARACTER >  BLOCK PROPERTIES
U+004D LATIN CAPITAL LETTER M
DEUTSCH : ENGLISH