BEARBEITEN TrueType Fontformat, also Schriftdateiformat. TrueType-Schriften werden nach dem Prinzip einer Vektorgrafik aus Konturen und Füllungen aufgebaut und sind verlustfrei skalierbar. TT-Dateien können maximal 65.536 Glyphen enthalten. Dateiabkürzung: ttf.
 
BEARBEITEN Abugida Eine Silbenschrift, bei der jeder Konsonant mit einem inhärenten Vokal verknüpft ist, welcher durch die Kombination mit verschiedenen diakritischen Zeichen zu einem anderen Vokal modifiziert werden kann. Typisch für Äthiopische Schriftsysteme sowie für die dem Brahmischen verwandten (die meisten Indischen). Der Begriff wurde erfunden von Peter T. Daniels und beruht auf den Anfangsbuchstaben des Äthiopischen Schriftsystems, ähnlich unserer Bezeichnung »Alphabet« für die ersten beiden griechischen Buchstaben Alpha und Beta.
 
BEARBEITEN Akronym Initialwort, das aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter oder Wortteile entstanden ist. Die Schreibweise von Akronymen besteht meist aus einer Reihung von Großbuchstaben. Im Gegensatz zu Abkürzungen werden Akronyme ohne abschließenden Punkt geschrieben. Somit ist meist weder durch die Aussprache noch durch das Schriftbild erkennbar, dass es sich ursprünglich um ein Kunstwort handelt. In der Werbesprache der 1950er und 1960er Jahre waren Akronyme sehr beliebt.
Beispiele: GAU (Grösster Anzunehmender Unfall), HaRiBo (Hans Riegel Bonn), HaNuTa (Haselnusstafel), Hakle (Hans Klenk), IKEA (Ingvar Kamprad Elmtaryd Agunnaryd).
 
BEARBEITEN Akzent Zeichen über, unter oder neben dem Grundkörper eines Buchstabens, das die besondere Betonung, Qualität und Quantität eines Lautes markiert. Oft auf einzelne oder verwandte Sprachen beschränkt.
 
BEARBEITEN Alinea Bezeichnung für den Beginn einer neuen Zeile bzw. neuen Absatzes im Text. Früher wurde der Einzug oft mit dem sogenannten Alinea-Zeichen ausgefüllt. Das Alinea-Zeichen findet sich unter U+00B6 Pilcrow Sign.
 
BEARBEITEN Alinea-Zeichen wurde in der Frühdruckzeit als Kennzeichnung eines Absatzes anstelle eines Einzuges verwendet. Das Alinea-Zeichen findet sich unter U+00B6 Pilcrow Sign.
 
BEARBEITEN Alphabet Definierte Menge von abstrakten, grafischen Zeichen zur Abbildung von Lauten einer Sprache, die sowohl Konsonanten, als auch Vokale gleichwertig als Buchstaben zu einem System zusammenfaßt.
 
BEARBEITEN Alternativ-Glyphe typografisch veränderte Darstellung eines bestimmten Zeichens einer Schrift, das alternativ zum vorhandenen Zeichen genutzt werden kann, ohne dessen Bedeutung zu verändern.
 
BEARBEITEN American National Standards Institute (Abk.: ANSI) ist das nat. Standardisierungsinstitut der USA. Es entwickelt und publiziert Standards und ist dabei weder gremienorientiert noch regierungsabhängig. ANSI ist amerikan. Vertreter und stimmberechtigtes Mitglied der ISO. Vergleichbar ist es etwa mit »DIN« in Deutschland.
 
BEARBEITEN American Standard Association (ASA) Private Amerikanische Organisation zur Festlegung internationaler und nationaler Industrie und Consumentennormen. Seit 1969 American National Standards Institute (ANSI).
 
BEARBEITEN Ankerpunkte Punkte, die Bezierkurven fixieren. Von ihnen gehen die Vektoren aus, die Richtung und Ausprägungsstärke der Kurven bestimmen. Eine Bezierkurve benötigt mindestens zwei Ankerpunkte, den Start- und Endpunkt.
 
BEARBEITEN Arabische Ziffern eigentlich: arabisch-indische Ziffern. Die heute international gebräuchlichen Ziffern (1234567890) lösten mit Einführung des Dezimalsystems im Europa des 16. Jahrhunderts die römischen Zahlen ab.
 
BEARBEITEN Arm Ein Querstrich, der an höchstens einer Stelle auf einen vertikalen Strich trifft. Ohne Berücksichtigung von Serifen. Z.B.: F, t etc.
 
BEARBEITEN ASCII American Standard Code for Information Interchange. Ein 7-Bit-Binärcode zur standardisierten Darstellung von bis zu 128 Buchstaben, Ziffern, Sonder- und Steuerungszeichen unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem.
 
BEARBEITEN Auge (Buchstabenform) Die augenförmige Binnenform des Buchstaben »e«
 
BEARBEITEN Ausgang Die Stelle, an der man in der Schreibbewegung für einen neuen Bogen absetzen muß.
 
BEARBEITEN Basic Multilingual Plane (BMP) (dt.: Grundlegend mehrsprachige Ebene) ist die erste Ebene im Unicode, auf welcher 16 Bits (2 Byte) zur Kodierung jedes Zeichens verwendet werden. Auf der BMP sind 65.536 Zeichen möglich.
 
BEARBEITEN Bauch (Buchstabenform) Der an dem Grundstrich des »a« angesetzte Bogen bildet den Bauch. Die Art des Bauchansatzes und die Binnenform können charakteristische Züge tragen.
 
BEARBEITEN Betriebssytem (engl.operating system) Die Verwendung eines Betriebssystems ermöglicht den Betrieb eines Computers Es verwaltet Speicher, Ein- und Ausgabegeräte und steuert die Ausführung von Programmen. Beispiele Für Betriebssysteme sind Windows, Mac, Linux...
 
BEARBEITEN Bi-Di(rectional) Bidirectional bedeutet wörtlich »in beide Richtungen«. Abhängig von der Kultur wird entweder von links nach rechts, oder von rechts nach links geschrieben und gelesen.
 
BEARBEITEN Binär Bedeutet zweiwertig. Heißt also. dass ein System jeweils einen von zwei möglichen Zuständen annehmen kann. Zum Beispiel: JA oder NEIN , NULL oder EINS ...
 
BEARBEITEN Binnenform Auch Binnenraum genannt. Ausgesparte Weißform und Weißräume, die nicht vollständig umschlossen sind, werden bei Buchstaben als Binnenform bezeichnet
 
BEARBEITEN Bit (auch: Binärzahl, Dualziffer, Zweierschritt) Abk. für: Binary Digit (engl.: binäre Einheit)
Ein Bit ist die kleinste Einheit der elektronischen Datenverarbeitung. Eine binäre Zahl kann nur zwei Werte darstellen: 0 und 1. Soll ein Pixel entweder Schwarz oder Weiß dargestellt werden, ist genau ein Bit erforderlich.
 
BEARBEITEN Bitmap Dateiformat, bei dem Grafiken und Schriften aus einzelnen Punkten (Pixel) aufgebaut sind.
 
BEARBEITEN Bitmap-Font Schriftschnitte speziell für Bitmap Dateien. Diese sind in Pixeln aufgebaut.
 
BEARBEITEN Blank (engl.) der oder das; Leerstelle, Zwischenraum zwischen zwei geschriebenen Wörtern.
 
BEARBEITEN Bleisatz Ist eine Methode zur Herstellung von Drucken, bei der Einzelbuchstaben zu einem sog. Druckstock zusammengesetzt werden. Nach dem Abdruck kann der Druckstock wieder in seine Einzelteile zerlegt und die Buchstaben neu verwendet werden. Man unterscheidet beim Bleisatz zwischen dem Handsatz - der ältesten Form, die erst 1970 ganz verschwand; und dem Maschinensatz, der wiederum weiter untergliedert werden kann.
 
BEARBEITEN Bogen Formal werden Buchstabenfiguren aus den Elementen »Gerade« und »Bogen« gebildet, also aus geraden oder gekrümmten Linien.
 
BEARBEITEN Braille (Louis, franz. Blindenlehrer 1809-1852) Entwickelte 1825 die Blindenschrift (Brailleschrift). Diese Schrift besteht aus sechs Reliefpunkten, die in zwei 3er-Reihen parallel zueinander stehen. Durch tastbare Hervorhebungen einzelner oder mehrerer Punkte werden die einzelnen Buchstaben im Alphabet definiert.
 
BEARBEITEN Browser (engl.: to browse, zu dt.: schmöckern, stöbern) Ist ein Anwendungsprogramm, das zum »Blättern« und Recherchieren im WWW dient. Gängige Browser sind u. a. Internet Explorer, Firefox, Opera und Safari.
 
BEARBEITEN Bruchzahl Ein Bruch (auch Bruchzahl genannt) bezeichnet Teile eines in gleiche Teile geteilten Ganzen. Der Bruch besteht gewöhnlich aus zwei Zahlen und einer dazwischenliegenden Linie, dem sog. Bruchstrich. Dabei wird die Zahl über dem Bruchstrich als Zähler, die darunter stehende als Nenner bezeichnet. Mit einem Bruch wird zugleich das Verhältnis zweier Zahlen zueinander dargestellt.
 
BEARBEITEN Buchstabe Ist ein grafisches Zeichen, das zur Wiedergabe von Sprachlauten in der alphabetischen Schriftsprache verwendet wird. Ein Buchstabe kann einen Laut oder mehrere bezeichnen. Für einen Laut können aber auch mehrere Zeichen stehen.
 
BEARBEITEN Byte Ein Byte sind 8 Bit. Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit des Computers.
 
BEARBEITEN Capitalis Monumentalis Die Capitalis Monumentalis stammt aus der Antike von den Römern. Sie wird auch nach ihrem primären Beschreibstoff als «Lapidarschrift” (von lat. lapis=Stein) bezeichnet. Sie ist eine reine Versalschrift. Die Proportionen der Buchstaben der Capitalis Monumantalis gehen von einem Quadrat aus. Die Buchstaben A, O, Q und V entsprechen exakt einem Quadrat. Die Restlichen werden in einem bestimmten Verhältnis davon abgeleitet.
 
BEARBEITEN Caps & Small Caps Kurzformen von Capitals und Small Capitals. Beide Engl. für Kapitälchen. Kapitälchen haben die Form von Versalien und die Größe (sowie die Strichstärke) von Kleinbuchstaben. Sie sind extra gezeichnet, nicht etwa verkleinerte Versalien (dann sind sie zu dünn).
 
BEARBEITEN character properties (engl.: Eigenschaften von Zeichen) Individuellen Zeichen im Unicode werden Werte und Namen zugeordnet. Dies sind die character properties. Werte sind:
Name
Kategorie ( Buchstabe, Zahl, Symbol,...)
Charakteristika (Weißraum, Strichanzahl, Alphabet- Zuordnungen,...)
Erscheinungsbild (Breite, Form, Ober- und Unterlänge, Neigungswinkel...)
Numerische Werte und Typen
Norm- Eigenschaften (Zerlegung, Anordnung, Aufbau,...)
Begrenzungen (Wort, Satz, Spalte,...)
Alter (Entstehungsdatum, Aussehen der ursprünglich gezeichneten Version,...)
Einteilung in Schreib- oder Satzschrift
 
BEARBEITEN CJK Steht für chinesisch-japanisch-koreanischer Sprachraum.
 
BEARBEITEN Code point Position eines Zeichens bzw. ihm zugeordneter Wert in der Unicode Zeichentabelle.
 
BEARBEITEN Deutsches Institut für Normung (DIN) nationale Normungsorganisation in Deutschland. Der Verein entwickelt in Zusammenarbeit mit Handel, Industrie, Wissenschaft, Verbrauchern und Behörden technische Standards (Normen) zur Rationalisierung und Qualitätssicherung. Das DIN vertritt die deutschen Interressen in den internationalen Normengremien  (ISO, OEC, CEN).  Beispiel für DIN Norm: Papierformat z. B. (DIN A0 841mm x 1189 mm, DIN A4 210 mm x 297 mm)
 
BEARBEITEN Dezimalsystem (lat. »der Zehnte«) System zur Darstellung von Werten basierend auf der Zahl 10. Das ursprünglich aus Indien stammende Zahlensystem ist das heute am weitesten verbreiteste der Erde.
 
BEARBEITEN Diakritisches Zeichen Akzent; Element über, unter oder seitlich eines Buchstabens, das auf dessen Betonung und Aussprache hinweist. Es gibt sowohl fertige Akzentbuchstaben, als auch einzelne Akzente zur Erzeugung von Akzentbuchstaben, die noch nicht fertig vorhanden sind.
 
BEARBEITEN Dialekt Ein Dialekt (Mundart) ist eine nicht kodifizierte Sprachform (Gegenteil: Standardsprache, Hochsprache, Ausbausprache); es kann sich um die lokale oder regionale Varietät einer Sprache handeln. Obwohl die Sprachform im Dialekt nicht formell kodifiziert ist, gibt es trotzdem auch im Dialekt strenge grammatische und phonetische Regeln, die sich von denen in der Standardsprache in unterschiedlichem Grade unterscheiden. Im Dialekt können auch andere Wörter auftreten als in der Standardsprache.
 
BEARBEITEN Dickte Vom Schriftgestalter definierte Breite eines Buchstabens inklusive der Abstände zum vorderen und hinteren Nachbarbuchstaben
 
BEARBEITEN Didot-Punkt Typographische Maßeinheit, die von François Ambroise Didot (1730 – 1804) auf 0,376006 mm festgelegt wurde.1978 wurde der Didot-Punkt dem metrischen System angepasst und auf 0,375 mm gerundet und fand bis vor kurzem Verwendung in Kontinentaleuropa. 12 Punkt sind ein Cicero.
 
BEARBEITEN Dingbats Typografische Symbole und Ornamente.
 
BEARBEITEN Diphthong (griech. dis »zweimal« phthóngos »Laut« dt. »Doppellaut; Zwielaut«) ist ein Doppellaut aus zwei Vokalen oder Selbstlauten. Deutsche Diphthonge sind: au, ei oder ai, eu oder äu
 
BEARBEITEN Doppellaut siehe Diphthong
 
BEARBEITEN DPI (engl.: dots per inch; dt.: Punkte pro Zoll) Gibt an, wieviele Bildpunkte ein Ausgabegerät auf einem Zoll unterbringt (1 Zoll = 2,54 cm). Die Maßeinheit DPI (auch: dpi) wird zur Angabe der Auflösung bei Ausgabegeräten verwendet. Je höher die Auflösung ist, desto besser ist die Ausgabequalität.
 
BEARBEITEN DTP-Punkt Das für die heutigen digitalen Satzsysteme relevante typografische Maßsystem. Abkürzung für »Desktop Publishing«
 
BEARBEITEN Duktus Der charakteristische Wechsel zwischen dicken und dünnen Strichen einer Schrift. Bei Bogenverläufen, die für eine mit Feder geschriebenen Schrift typisch sind, spricht man vom handschriftlichen Duktus. Auch das Verhältnis zwischen schwarzen und weißen Flächen eines Buchstabens, das den Rhythmus einer Schrift bestimmt, zählt zum Duktus.
 
BEARBEITEN Eingang, Einlauf (Buchstabenform) Der Ort der Vereinigung von Rundung (Bogen) und Grundstrich eines Buchstabens.
 
BEARBEITEN Endstrich unterschieden werden grundsätzlich drei verschiedene Formen:
Serifen, deren Stärke den Haarlinien der Schrift entspricht.
Serifen, deren Stärke dem Grundstrich entspricht. Serifen, die keilförmig zulaufen. Diese drei Formen gibt es jeweils mit einem unvermittelten und mit einem vermittelten Übergang vom Schaft zur Serife.
 
BEARBEITEN Exponenten sind hochstehende Ziffern oder Buchstaben in kleineren Schriftgraden. Einige Exponenten finden sich im Unicodeblock U+2070U+209F Superscripts and Subscripts. Exponenten sollten die Oberlänge der Schrift nicht überragen. Für Exponenten kommen sowohl Versalziffern als auch Mediävalziffern in Frage.
 
BEARBEITEN Fähnchen (Buchstabenform) ist ein angesetzter kurzer Strich, gerade oder gebogen, beim g und beim r.
 
BEARBEITEN Fleisch (Buchstabenform) freier Raum um das Schriftzeichen auf dem Kegel. Dieser war nötig, damit nebeneinanderstehende Zeichen sich nicht berühren. Heute verwendet man nur noch die Fachbegriffe Vor- und Nachbreite, die den freien Raum vor und nach dem Zeichen beschreiben.
 
BEARBEITEN Flexible Leerzeichen Sind einstellbare Weißräume. Sie werden benötigt bei Abkürzungen oder Daten, zwischen Bis- Striche, Schrägstriche und Potenzzeichen, wo die Wortzwischenräume zu groß wirken.
 
BEARBEITEN Font (engl: Schrift; wörtlich: Setzkasten) Ist der komplette Zeichensatz einer Schrift in einer bestimmten Größe.
 
BEARBEITEN Formatierter Text Wird Rohtext in einem Textverarbeitungsprogramm bearbeitet, zB. In Blocksatz gesetzt, dann wird dieser als formatierter Text bezeichnet.
 
BEARBEITEN Formelsätze Sind typografisch definierte Richtlinien für Ziffern und Buchstaben in einem naturwissenschaftlichen Zusammenhang.
 
BEARBEITEN Fotosatz (auch Lichtsatz, Filmsatz genannt) Satztechnik, bei der auf einem Trägerstreifen oder einer entsprechenden Scheibe alle Zeichen eines Zeichensatzes einmal enthalten sind und durch Belichtung auf einen Film projiziert werden.
 
BEARBEITEN Fournier-Punkt Erstes überregionales typografisches Maßsystem. Der Fournier-Punkt wurde 1737 von Pierre Simon Fournier (Pariser Schriftgießer) vorgestellt. Ein Punkt entsprach damals 1/864 Pariser Fuß (ca. 0,34 mm). 12 Punkte ergaben ein Cicero von 4,5 mm. Der Fournier-Punkt setzte sich in Kontinentaleuropa rasch durch. Nachteil war seine Bezugsgröße, der Fuß, der regional unterschiedlich definiert war. Weiterentwicklung: »Didot-Punkt«.
 
BEARBEITEN Fuß (Buchstabenform) Einseitige, auf der Grundlinie stehende Serife eines Buchstabens einer Antiqua-Schrift.
 
BEARBEITEN Geviert Von der Schriftgröße abhängiges Leerzeichen zur Bestimmung von Wortabständen sowie relativen Buchstabenbreiten. Die Höhe eines Buchstabens zwischen der Oberlänge (h-Linie) und der Unterlänge (p-Linie) auf die Horizontale umgesetzt ergibt ein Geviert, was im Sinne der Typometrie ein Rechteck bzw. Quadrat ergeben könnte. Das Geviert wird in Viertelgeviert, Drittelgeviert, und Halbgeviert unterteilt. Das ganze Geviert dient als größerer fester Weißraum, der im Blocksatz nicht verändert wird. Z. B. zwischen Spitzmarke und Text, bei Dezimalnummerierung zwischen Nummer und Überschrift etc.
 
BEARBEITEN Glyphe Grafische Darstellung eines Zeichens. Während ein Zeichen zunächst nur eine abstrakte Idee ist, ist eine Glyphe seine grafische Entsprechung. Dabei kann ein Zeichen verschiedene Glyphen haben. Im arabischen und asiatischen Kulturraum kann ein Buchstabe unterschiedliche Ausprägungen haben, je nach dem, wo er sich in einem Wort bzw. Satz befindet.
 
BEARBEITEN Grotesk (ugs. absonderlich, absurd, lächerlich) Ist eine Klassifizierung einer Schriftform, der serifenlosen Antiqua-Schriften. Im 19. Jahrhundert wurden sie als grotesk empfunden, daher kommt ihr Name. Grotesk-Schriften stammen von Antiqua-Schriften und haben gleichmäßige Strichstärke.
 
BEARBEITEN Grundkörper (eng. basic character) sind Zeichen ohne Zusatz von Apostrophen.
 
BEARBEITEN Grundlinienversatz Verlegung von Zeichen oder Worten über oder unter die Grundschriftlinie. Der Grundlinienversatz wird eingesetzt, um einzelne Zeichen in Größe oder Position anzupassen, einzelne Wörter hervorzuheben oder Weißräume über und unter zwischengeschobenen Zeilen in kleinerer Schriftgröße optisch anzugleichen. Mit ihm lässt sich auch gliedern und differenzieren.
 
BEARBEITEN Grundstrich Hauptelement eines Buchstabens. Der Grundstrich ist ein vertikaler Strich/Schaft, von dem ausgehend ein Buchstabe aufgebaut ist. Hat ein Buchstabe zwei in der Hierarchie gleichrangig erscheinende Schäfte (z. B.: H, M), ist der linke der Grundstrich. Hat er zwei unterschiedlich starke vertikale Schäfte, ist der stärkere der Grundstrich.
 
BEARBEITEN Hexadezimalsytem (griech. hexa »sechs«, lat. decem »zehn«) ist ein Stellenwertsystem mit der Basis 16. So werden aus langen Bites oder Wörtern kurze und einfache Sätze als Hexadezimalwert ausgedrückt (»01101101 = 6D«).
 
BEARBEITEN Hexadezimalwert ist ein bestimmter Wert im Hexadezimalsytem. Er wird in der Zahlenreihe von null bis neun und zusätzlich in den Buchstaben A bis F dargestellt (0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F).
 
BEARBEITEN HTML (Abk. für HyperText Markup Language) Beschreibungssprache für Informationen in Hypertexten. Ein internationaler Standard legt die Formatierung von Dokumenten im Internet fest. Die Kommandos werden in spitze Klammern gesetzt.
 
BEARBEITEN Hurenkind (engl.: widow) ist die Bezeichnung für eine letzte Absatzzeile, die fälschlicherweise als einzige auf die neue Seite oder Spalte gerutscht ist. Siehe auch Schusterjunge.
 
BEARBEITEN IA-5-Alphabet Die int. Telegrafenalphabete sind standardisierte Zeichensätze mit Buchstaben, Ziffern, Zeichen und Sonderzeichen zur Übertragung von Texten in öffentlichen Netze. Das IA-5-Alphabet ist ein 7-Bit-Code zur Darstellung von insgesammt 128 alphanummerischen Zeichen.
 
BEARBEITEN Ideografische Zeichen (dt. symbolhaft) sind Zeichen einer Bilderschrift.
 
BEARBEITEN Inch Englisch-Amerikanisches Längenmaß. Ein inch = 2,54cm = 1 Zoll.
 
BEARBEITEN Index oder Indexzeichen (lat. »Anzeiger«) ist ein tieferstehendes Zeichen in kleinerem Schriftgrad. Einige Indexzeichen finden sich im Unicodeblock U+2070U+209F Superscripts and Subscripts.
 
BEARBEITEN Indische Ziffer Etwa ab dem 3.Jh.v.Chr. waren die sogenannten Brahmziffern in Indien in Gebrauch mit besonderen Zeichen für die Zahlen 1 bis 9, 10, 100 und 1000. Aus ihnen entwickelte sich bereits im 6.Jh.n.Chr. das Dezimalsystem. Die Araber übernahmen im 12.-13. Jh. gemeinsam mit vielen mathematischen Grundlagen dieses System von den Indern. Diese Ziffern werden daher im arabischen Raum als »indische Ziffern« bezeichnet.
 
BEARBEITEN Initial hervorgehobener Anfangsbuchstabe
 
BEARBEITEN Innenmajuskel Ein sehr umstrittener typografischer Notbehelf aus den 1980er Jahren, um die weibliche und männliche Form eines Begriffes zusammenzufassen: SchülerInnen, StudentInnen, BürgerInnen. Ein solches Konstrukt steht also nicht nur für die weibliche, sondern für beide Geschlechtsformen. Deutsche Sonderform, in allen anderen Ländern unbekannt. Politically correct, aber ein typografischer Stolperstein in jedem Satz.
Aus etwa der gleichen Zeit, als Computer noch Probleme mit Leerzeichen in Dateinamen hatten hat sich die Innenmajuskel als typografisches Spiel erhalten: HardDrive, BetaTest, PlugIn, etc. was wiederum von Textern aufgenommen wurde: InDesign etc.
 
BEARBEITEN Internationales Phonetisches Alphabet Phonetischer Zeichensatz für die Aufzeichnung von Lauten aller gesprochenen Sprachen. Der von der IPA entwickelte Standard (Stand 1993) steht Anwendern weltweit frei zur Verfügung (Postion im Unicode: Code point U+0250 bis U+02FF).
 
BEARBEITEN Interpunktion (Satzzeichen) Zeichensetzung in einem geschriebenen Text, die der Strukturierung des Satzbaus dient. Man unterscheidet: Punkt, Komma, Semikolon, Doppelpunkt, Frage-, Ausrufe-, Anführungszeichen, Klammern, Gedankenstrich u.a.
 
BEARBEITEN IPA (International Phonetic Association) Wichtigste Organisation für Phonetiker, gegründet 1886 in Paris, mit dem Ziel der Unterstützung von Forschung und praktischen Anwendungen im Bereich der Phonetik. Die Abkürzung IPA wird auch oft für das Internationale Phonetische Alphabet verwendet. Die meisten IPA-Zeichen finden sich im Unicodeblock U+0250U+02AF IPA Extensions.
 
BEARBEITEN ISO Die »International Organization for Standardization«, Abk. ISO, Internat. Standardisierungsorganisation ist ein internationales Normungsgremium, das an der weltweiten Vereinheitlichung technischer Standards arbeitet. In der ISO sind die führenden Normungsbehörden und Standardisierungsorganisationen der ISO-Mitgliedsstaaten zusammengeschlossen. Die USA zum Beispiel sind dort durch das »American National Standards Institute« (ANSI) vertreten, die Bundesrepublik Deutschland durch das Deutsche Institut für Normung (DIN).
 
BEARBEITEN Kantillationszeichen Kantillation ist der musikalische oder gesungene Vortrag einer heiligen Schrift im Gottesdienst. Ein Kantillationszeichen gibt die Betonung eines Lautes oder den Einsatz eines Instrumentes an.
Unicode codiert hebräische Kantillationszeichen, beispielsweise U+0599 HEBREW ACCENT PASHTA und tibetanische Kantillationszeichen, beispielsweise ࿂ U+0FC2 TIBETAN CANTILLATION SIGN CANG TE-U.
 
BEARBEITEN Kapitälchen engl.: small caps. Versalien auf x-Höhe, mit der Strichstärke von Kleinbuchstaben. Dienen häufig zur Auszeichnung in einem Text.
 
BEARBEITEN Karolingische Minuskel Karl der Grosse gab zu Beginn des 9. Jahrhunderts eine Schrift in Auftrag, die für sein ganzes Reich verbindlich und schnell schreibbar sein sollte. Adaptiert von den römischen Versalbuchstaben entstand die Karolingische Minuskel, der Vorläufer unserer heutigen lateinischen Kleinbuchstaben.
 
BEARBEITEN Kashida Ein Kashida ist ein typografisches Element das in arabischer Schrift zum optischen Ausgleich von Zeilen verwendet wird. Es kann an ganz betimmten Stellen an ein Zeichen angehängt werden um es etwas zu verlängern. Da die arabische Schrift in einem fliessenden Stil mit verbundenen Buchstaben geschrieben wird fügt sich ein Kashida nahtlos ein. Das Zeichen »Arabic Tatweel« (U+0640) ist ein Kashida und hat die Form einer kurzen Linie.
 
BEARBEITEN Kegel Der Metallblock, auf dem im Bleisatz das Zeichen (spiegelverkehrt) steht. Die Höhe des Kegels ist auch die angegebene Schriftgröße.
 
BEARBEITEN Kerning (auch »Unterschneidung«) Verringerung des Buchstabenabstands zwischen speziellen Buchstabenkombinationen aus ästhetischen Gründen.
 
BEARBEITEN Keyboard engl./wörtl.: Tastenbrett, altital.: tastatura= Werkzeug. Meist verwendetes Dateneingabegerät eines Computers. Die Tastaturbelegung (Alphabeth, Ziffern, Sonderzeichen) ist vom jeweiligen Schriftsystem abhängig. Siehe auch: Qwertz, Qwerty.
 
BEARBEITEN Konsonant (lat.: con = mit; sonare = tönen; Mittöner, Mitlaut) unter Konsonant versteht man einerseits einen Laut, dessen Lautschrift (siehe Phonetik)  aus mindestens zwei Buchstaben besteht. Gegenteil von Vokal. Gleichzeitig werden unter Konsonanten auch die Buchstaben verstanden, die derartige Laute symbolisieren (wie z.B. C, D, F..., K, L, M,..., Z).
 
BEARBEITEN Kursive Sie leitet sich von den schnell und flüssig zu schreibenden Kurrentschriften ab. Das entscheidende Merkmal ist der handschriftliche Duktus. Es gibt neben stark geneigten kursiven Schriften auch solche, die gar nicht oder kaum geneigt sind. Die kursive Satzschrift wurde, als Schrift mit geringem Platzverbrauch, für kleine Buchformate entwickelt. Heute wird sie beinahe ausschließlich als ergänzende Schrift für Auszeichnungen, Zitate etc. eingesetzt. Sie hebt sich von der aufrechten Schrift im Duktus und im Grauwert ab.
 
BEARBEITEN Last resort font ist eine Sammlung von Last resort glyphen.
 
BEARBEITEN Last resort glyph (engl.: Last resort = letzte Zuflucht) ist ein Zeichen der nicht druckbaren Glyphensammlung (last resort font). Wenn ein Text ein Unicode-Zeichen enthält, das Betriebssystem aber keinen passenden Glyphen besitzt, dann zeigen Betriebssystem oder Programm oft ein leeres oder durchkreutztes Rechteck an. Mac OS X zeigt in einem solchen Fall ein Ersatzzeichen last resort glyph aus dem Last resort font an, diese Glypensammlung erlaubt eine Bestimmung des fehlenden Schriftsystems.
 
BEARBEITEN Laufweite (engl.: Spacing) einer Schrift ist der Abstand vor und hinter den Zeichen. (siehe auch Dickte, Vorbreite, Nachbreite). Die Laufweite ist ausschlaggebend für die Lesbarkeit einer Schrift und den Satzumfang.
 
BEARBEITEN Leerzeichen Nicht gedrucktes Steuerzeichen zur Abgrenzung von Wörtern oder anderen Informationen. Das Leerzeichen (auch: der Leerschritt) ist ein Zeichen, das für Wortzwischenräume innerhalb eines fortlaufenden Textes verwendet wird. Es gibt Halb-, Viertelgeviert- und Geviert breite Leerzeichen.
 
BEARBEITEN Leserichtung ist die Richtung in welche Buchstaben bzw. Wörter aneinandergesetzt werden. z.B. lateinische Schrift = Leserichtung von links nach rechts (Abk: LTR = engl. left to right); arabische Schrift = Leserichtung von rechts nach links (Abk: RTL = engl. right to left) oder mongolische Schrift = Leserichtung von oben nach unten.
 
BEARBEITEN Ligatur Buchstabenverbindung. Sie hat sich historisch entweder durch schnelle Schreibweise häufig genutzter Zeichen gebildet oder wurde zur optischen Korrektur anders als die Einzelzeichen geschrieben. Ein weiterer Grund für die Entwicklung von Ligaturen liegt im Bleisatz. Hier wurden häufig verwendete Buchstabenkombinationen zu einem Schriftkegel zusammengefasst um Blei-Material, Zeit und Arbeit zu sparen. Ein bekanntes Beispiel für eine Ligatur ist das &- Zeichen. Ursprünglich wurde es als Einzelbuchstabe et geschrieben.
 
BEARBEITEN Majuskel Großbuchstabe
 
BEARBEITEN Mediävalziffern von Mediäval (mittelalterlich; zu lat. medius »mittlere« und aevum »Zeitalter«) Mediävalziffern (Minuskelziffern, Gemeine Ziffern) haben anders als Versalziffern Ober- und Unterlänge wie Kleinbuchstaben auch und fügen sich daher harmonisch in den Fließtext ein; sie sind im Vergleich zu Versalziffern besser lesbar. Mediävalziffern werden seit dem 12.Jh., als die arabischen Ziffern die römischen abzulösen begannen, verwendet. Seit dem 19.Jh. sind die für Tabellen geeigneteren Versalziffern auch im Fließtext üblich geworden. Mediävalziffern werden aber bis heute bei anspruchsvollem Schriftsatz verwendet.
 
BEARBEITEN Minuskel Kleinbuchstabe, siehe auch: Karolingische Minuskel
 
BEARBEITEN Monospace (engl.: gleicher Raum) Bei einer nicht- proportionalen Schriftart, auch Monospace Schriftart oder Dicktengleich genannt, sind alle Zeichen gleich breit. Der Ursprung dieser Schriftart ist bei der Schreibmaschine zu finden.Wegen ihrer schlechten Lesbarkeit hat diese Schrift seit dem Aufkommen der Textverarbeitung am Computer enorm an Bedeutung verloren.
 
BEARBEITEN Nachbreite Weißraum, der nach dem Zeichen liegt. Er reicht nicht bis zum nächsten Zeichen, da das nachfolgende Zeichen eine Vorbreite besitzt. Die Grenze zwischen Vor- und Nachbreite ist in der Regel in der Mitte des Weißraums zu finden, der die zwei Zeichen voneinander trennt.
 
BEARBEITEN Neigungswinkel / Neigungsachse Ein Buchstabe kann in einem bestimmten Winkel geneigt sein. Dies nennt man Neigungswinkel, bzw Neigungsachse. Geneigte Schriftschnitte tragen meist den Beinamen Italic, und werden als Kursive bezeichnet.
 
BEARBEITEN Non-Latin Schrift (engl.: nicht-lateinische Schrift) Schriftsysteme, die keine lateinischen Buchstaben verwenden. Bsp: Griechisch, Arabisch, Chinesisch, Kyrillisch
 
BEARBEITEN Noncharacter 34 unterschiedene Kennzahlpunkte im Unicode, die aus technischen Gründen nicht mit einem Zeichen belegbar sind. ( Z.B. U+FFFE und U+FFFF)
 
BEARBEITEN Oberlänge Der Teil eines Kleinbuchstaben der die x-Höhe überragt wird als Oberlänge bezeichnet. Im lateinischen Alphabet sind dies: b, d, f, h, i, j, k, l, t.
 
BEARBEITEN OpenType Erweiterung des TrueType-Schriftformats. Dateiendung .otf. Es ist ein plattformübergreifendes Format und unterstützt stark erweiterte Zeichensätze (z.B. kyrillisch, chinesisch) und Layoutfunktionen, wodurch eine umfassendere Sprachunterstützung und eine erweiterte typografische Steuerung möglich ist.
 
BEARBEITEN Palimpsest Ein Palimpsest ist eine alte Manuskriptseite die man entweder abgeschabt oder abgewaschen hat und die dann erneut beschrieben wurde. Das geschah entweder um den Originaltext zu zerstören oder weil man ihn als unwichtig oder überholt betrachtete. Palimpseste bestehen üblicherweise aus Pergament oder Papyrus, da diese Materialien stabil genug für eine solche Behandlung sind. Im Mittelalter kannte man die Methode der Papierherstellung aus Holz noch nicht und Schreibmaterial war ausgesprochen teuer. Es gibt Palimpseste die mehr als einmal neu beschrieben wurden. Heute ist es möglich die Originaltexte durch Fluoreszenzfotografie zumindest teilweise wieder sichtbar zu machen.
 
BEARBEITEN Phonetik Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das die Vorgänge beim Sprechen untersucht; Lautlehre.
 
BEARBEITEN Phonetiker Wissenschaftler auf dem Gebiet der Phonetik.
 
BEARBEITEN Phonetische Schrift Bei einem phonetischem Schriftsystem entspricht jedem Buchstabe möglichst genau ein Laut. Gesprochen wird nur, was auch geschrieben steht. Das Lateinische Alphabet ist ein phonetisches Schriftsystem.
 
BEARBEITEN Pica-Punkt (auch »Pica-Point«) kleinstes Typografisches Maß aus den USA. Ein Pica-Punkt beträgt 1/72 Zoll = 0,353 mm. 12 Pica-Punkte sind ein Pica.
 
BEARBEITEN Piktogramm Stark vereinfachtes Bildzeichen, das Information durch grafische Darstellung vermittelt.
 
BEARBEITEN Pinyin (chines. »Laute verbinden«) Offizielle Lautumschrift der chinesischen Sprache Mandarin auf der Basis des lateinischen Alphabets. Eigentlich heißt es «Hanyu Pinyin Wenzi« (»Zeichen zur Fixierung der Laute im Chinesischen«). Im Gegensatz zu den chinesischen Schriftzeichen kann der Leser des Pinyin die Aussprache des Wortes an den speziell entwickelten Glyphen erkennen, die je nach Akzenten etc. verschieden auszusprechen sind, ähnl. wie im Französischen.
Pinyin wird unter anderem auch benutzt, um chinesischen Grundschülern die chinesische Aussprache beizubringen. Früher wurde in den chinesischen Schulen zu diesem Zweck das Bopomofo-Alphabet verwendet.
Die für Pinyin notwendigen Sonderzeichen sind in der chinesischen Norm GB2312 enthalten (Windows-Codepage 20936, ab Codierung A8A1). Dadurch ergibt sich die eigenartige Situation, dass ein "ü" mit dieser Codepage darstellbar ist, die Zeichen "äößÄÖÜ" jedoch nicht.
 
BEARBEITEN Plattform Oberbegriff für das Computersystem und die dazugehörigen Prozessortypen. Siehe auch: Unabhängige Plattform.
 
BEARBEITEN PostScript Eine 1984 von der gerade gegründeten kalifornischen Firma Adobe entwickelte Seitenbeschreibungssprache, die Schrift und Grafik in ein auflösungsunabhängiges Datenformat übersetzt und so für Drucker oder Belichter verfügbar macht. PostScript auf dem Macintosh löste ab 1984 die sogenannte DTP-Revolution (DeskTopPublishing) aus.
Dateiendung .ps oder .eps
 
BEARBEITEN Private Use Area Ein nicht definierter Code-Bereich im Unicode Standard, der vom Schriftentwickler mit eigenen Zeichen belegt werden kann.
 
BEARBEITEN Programm (Computer) Zielorientierte Ansammlung von Befehlen, die in einer bestimmten Programiersprache geschrieben wurden. Ein Programm dient der Ausführung von Befehlen, aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten, speziellen Diensten oder der Erstellung von Dokumenten.
 
BEARBEITEN Punkt Mit Punkt, abgekürzt »Pt«, ist heute üblicherweise der DTP-Punkt gemeint. Er unterscheidet sich vom Pica-Point erst an dritter Stelle hinter dem Komma. Der Pica-Point wurde 1886 als Maß für die nordamerikanische grafische Industrie definiert. Siehe auch Didot-Punkt.
 
BEARBEITEN Punze veraltete Bezeichnung für den Binnenraum (Buchstabeninnenraum) eines Buchstabens.
 
BEARBEITEN Querbalken horizontaler Strich, der zweil Teile eines Buchstaben verbindet.
 
BEARBEITEN Querstrich horizontaler Strich, der einen vertikalen Strich kreuzt.
 
BEARBEITEN QUERTZ Bezeichnung für Tastaturbelegungen, die das deutsche DIN-Layout besitzen. Der Name resultiert aus den ersten sechs Buchstaben auf einer deutschen Tastatur Q, U, E, R, T und dem Z, das bei der amerikanischen Tastatur seine Position mit dem Y tauscht. Im Gegensatz zur amerikanischen Tastatur (QUERTY) enthält die deutsche Tastatur Umlaute: ä, ö, ü und das ß. Weiterhin haben einige Sonderzeichen, wie die geschweiften und eckigen Klammern, Schrägstrich, Akzente, etc. eine andere Position.
 
BEARBEITEN QWERTY Tastenlayout der ersten Schreibmaschine (NY 1860). Anordnung sollte ein schnelles und ergonomisches tippen ermöglichen. Häufige Buchstabenfolgen sollten leicht zu betätigen sein. Auf der dt. Tastatur wurde daher die QWERTZ-Zeichenfolge eingeführt.
 
BEARBEITEN Radikal (lat. radix »Wurzel«) ist ein graphisches Grundzeichen eines Chinesischen Schriftzeichen. Um in einem Nachschlagewerk Schriftzeichen einfacher zu finden werden sie nach Radikalen sortiert. Es gibt um die 220 Radikale.
 
BEARBEITEN Rendering engl. wiedergeben, vortragen, übersetzen, vervollständigen. Vervollständigen einer Strichgrafik zum vollen Bild.
 
BEARBEITEN Return Die Eingabetaste (auch Return oder Enter) ist eine Taste. Sie ersetzt auf elektrischen Schreibmaschinen und auf Computertastaturen den langen Hebel von mechanischen Schreibmaschinen, mit dem man den Wagen an den Zeilenanfang zurückbringt (englisch »carriage return«, Wagenrücklauf). Mit der Eingabetaste wird eine Eingabe an der Tastatur abgeschlossen und an den Computer zurückgeschickt.
 
BEARBEITEN Rich Text Textformat, das eingeführt wurde um den Austausch zwischen Textverarbeitungsprgrammen verschiedener Hersteller zu ermöglichen.
 
BEARBEITEN Römische Zahlen Zahlensystem der Römer ab dem 5. Jahrhundert durch Verwendung von sieben Versalien, wobei »I« für 1, »V« für 5, »X« für 10, »C« für 100, »D« für 500 und »M« für 1000 steht. Kleinere Werte, die rechts von größeren Werten stehen, werden zu diesen addiert, stehen sie jedoch links von größeren Werten, so werden sie von diesen abgezogen. Außer beim »M« dürfen maximal drei gleiche Zeichen nebeneinander stehen.
 
BEARBEITEN Sans-Serif Bezeichnung für Schriftfamilien ohne (fr. »sans«) Serifen innerhalb einer Schriftsippe (z.b Thesis Sans-Serif).
 
BEARBEITEN Schaltzeichen In einem Schaltplan verwendetes standardisiertes Zeichen für Bauelemente, Geräteteile, Geräte und Leitungen in der Elektrotechnik.
 
BEARBEITEN Scheitel Buchstabenform. Höchster Punkt eines Bogens, einer Rundung (z. B. beim »O«) oder zweier spitz zulaufender Linien (z. B. bei »A«, »M«).
 
BEARBEITEN Schrift umgangssprachlich für
ein Schriftsystem (engl. writing system) wie z. B. »die lateinische Schrift«,
eine Schriftart (engl. typeface) wie z. B. die »Futura«,
eine Schriftdatei (engl. font) wie z. B. »FFDIN.otf«
oder eine Handschrift.
 
BEARBEITEN Schriftfamilie Gruppe zusammengehöriger Schriftschnitte bzw. Schriftstile mit unterschiedlichen Schriftbreiten, Schriftstärken und Schriftlagen, die in der Regel gemeinsame Formmerkmale aufweisen. Hat man z.B. die Schriftschnitte Light, Regular und Bold der gleichen Schriftart bezeichnet man diese Gruppe als Schriftfamilie.
 
BEARBEITEN Schriftgrad Schriftgröße in Punkt oder Millimeter. Die Schriftgröße ist nicht identisch mit der Versalhöhe. Gemessen wird der Kegel des Zeichens. Das heißt, der Weißraum über und unter dem Zeichen fließt in den Schriftgrad mit ein Gemessen werden typografische Punkte mit einem Typometer.
 
BEARBEITEN Schriftlinie (auch »Grundlinie«) Imaginäre Linie, auf der die Schriftzeichen stehen.
 
BEARBEITEN Schriftschnitt Variante einer Schrift innerhalb einer Schriftfamilie (z.B. Helvetica condensed).
 
BEARBEITEN Schriftsippe eine als ganzes konzipierte Schrift, die Schriftgruppenübergreifend ist. Schriften einer Schriftsippe sind identisch in Schriftbreite, Proportionen, Ober-, Mittel- und Oberlänge.
 
BEARBEITEN Schriftsprache wird zum Lesen und Schreiben verwendet, wenn im mündlichen eine andere Sprache gesprochen wird.
 
BEARBEITEN Schriftsystem Beziehung einer Menge von Schriftzeichen zum System, z.B. lateinisch, griechisch oder kyrillisch
 
BEARBEITEN Schriftverwaltungsprogramm Ein Schriftverwaltungsprogramm kann Schriften nach verschiedenen Kriterien zusammenfassen (z.b. nach Schriftklassen, Auftragsstruktur, Zeichen). Schriften können so übersichtlich aktiviiert und deaktiviert werden.
 
BEARBEITEN Schusterjunge Die erste Zeile eines Absatzes, die fälschlicherweise an das Ende einer Seite oder Textspalte gerutscht ist (Eselsbrücke: Schusterjunge = Schuhe = unten). Siehe auch Hurenkind.
 
BEARBEITEN Serifen Bei den Antiqua- und Egyptienne- schriften graphische Merkmale im Aufbau eines Buchstabens durch kleine, abschließende Striche (umgangssprachlich »Füßchen«); durch diesen Abschluß zur Schriftlinie hin wird im Wesentlichen die Charakteristik und die Ausdruckskraft, wie auch die Lesbarkeit einer Antiqua-Schrift bestimmt.
 
BEARBEITEN Silbe althochdt. sillaba (griechisch syllabe, lat. Syllaba, »die zu einer Einheit zusammengefassten Laute«); bildet innerhalb des Redestroms eine Einheit, die aus einem vokal. Schalldruckgipfel und diesen möglicherweise umgebenden konsonantischen Lauten besteht.  Man unterscheidet dabei offene Silben, die auf einem Vokal, und geschlossene Silben, die auf einem Konsonanten enden. Die Abgrenzung von Silben erfolgt nach sprachlich-phonologischen Merkmalen, fällt stets mit Wortgrenzen zusammen. Im Deutschen ist die Gliederung nach Silben Grundlage der orthographischen Trennungsregeln (Silbentrennung).
 
BEARBEITEN Slab-Serif (engl.) eine aus der Antiqua abgeleitete Schriftart, bei der die Strichstärke der Buchstaben nahezu gleichmäßig ist; die Serifen entsprechen optisch der gleichen Strichstärke, werden dadurch besonders betont (ursprüngliche Bezeichnung »Egyptienne«, auch serifenbetonte linear-Antiqua). Die Egyptienne entstand Anfang des 19.Jahrhunderts im Zuge der allgemeinen Ägyptenbegeisterung (erste Veröffentlichung 1815 von Vincent Figgins). Sie wurde entwickelt, da die aufkommende Reklame neue und auffälligere Werbeschriften verlangte. Innerhalb dieser Schriftgruppe gibt es deutliche Unterschiede zwischen Schriften, die von der klassizistischen Antiqua abgeleitet sind (Verwendung für Zeitungsschriften) und neuere Schriften, die aus der Renaissance-Antiqua entwickelt werden.
 
BEARBEITEN Sonderzeichen Alle Zeichen eines Zeichensatzes, die nicht im ASCII Zeichensatz vorkommen, wie Ziffern, Buchstaben oder Steuerzeichen. Deutsche Umlaute, das Copyright-Zeichen, kyrillische Buchstaben, Ligaturen oder mathematische Symbole zählen zu den Sonderzeichen. Sie sind in verschiedenen Schriftarten unterschiedlich und können mit Tastenkombinationen oder mit der Zeichentabelle eingegeben werden. Auf modernen Systemen lassen sich auch Sonderzeichen eingeben und darstellen sowie auf andere Systeme übertragen.
 
BEARBEITEN Spatium Im Bleisatz wurden die Abstände zwischen den einzelnen Lettern vergrößert (gesperrt) indem dünne Metallstreifen zwischen diesen gesetzt wurden. Diese Metallstreifen nannte man Spatien.
Ein Zeichen, was in der digitalen Welt diesem Zweck dienen kann ist U+200A HAIR SPACE.
 
BEARBEITEN Sprache Sprache hat zwei eng mitverwandte Bedeutungen, die Sprache (ohne Plural) vs. eine Sprache/Sprachen.Die Sprache bezeichnet die Kommunikationsformen des Menschen zu Austausch von Gedanken, Ideen und Informationen. Man unterscheidet zwischen bewusster Kommunikation (Lautsprache, Gebärdensprache und Schriftsprache) und unbewusster Kommunikation (Körpersprache). Die Wissenschaft von der Sprache heißt Linguistik. Eine Sprache dagegen ist jedes einzelne Zeichensystem, das der Kommunikation dient, also menschliche Einzelsprachen (beispielsweise Deutsch), Fachsprachen (beispielsweise Rechtssprache), Computersprachen (beispielsweise Prolog) etc. Die Wissenschaften einzelner Sprachen sind beispielsweise die Philologien (Anglistik, Germanistik)
 
BEARBEITEN Steuerungstaste (Ctrl-Key); Das bisherige Tastenfeld wurde erweitert, die Mehrfachbelegung der Tasten kann u.A. durch zusätzliches Drücken der Strg-Taste angesteuert werden. Siehe auch: ‚Alt’ und ‚Alt Gr’.
 
BEARBEITEN Steuerzeichen (engl. »control character«) Zeichen, die dem System mitteilt, welche Aktion als nächstes vorzunehmen ist. Leerzeichen, Zeilenumbruch, Absatz oder Tabulatoren sind typische Steuerzeichen.
 
BEARBEITEN Stilgebundenes Zeichen Ein Sonderzeichen, dass sich in Duktus und Fette an die anderen Zeichen eines Schriftschnittes anpasst. Beispiel: Euro-Zeichen, Dollar-Zeichen. Die meisten Sonderzeichen sind stilgebunden.
Gegenbeispiel: das Estimated Zeichen ℮ U+212E Estimated Symbol. Es wird wie ein Logo jeweils in der exakt gleichen Form verwendet.
 
BEARBEITEN Strichanzahl (engl. »number of strokes«) Anzahl der verwendeten Striche in einem CJK-Zeichens. Diese Anzahl ist ausschlaggebend für die Bedeutung des Wortes. Es gibt die Möglichkeit anhand der Strichanzahl das Zeichen im Wörterbuch zu finden.
 
BEARBEITEN Tabellenziffern Ziffern in Versalhöhe ohne Unterlängen und einer festen Breite.
 
BEARBEITEN Tastaturbelegung Die genaue Anordnung kann von Tastatur zu Tastatur verschieden sein, insbesondere bei Laptops, Host-Terminals und älteren Computer-Systemen ergeben sich Unterschiede. Die wesentlichen Informationen, die die PC-Tastatur zu jedem Tastendruck liefert, sind der ASCII-Code, der Scancode und die ggf. Angabe, welche der Modifier-Tasten Shift, Ctrl, Alt, CapsLock, NumLock, ScrollLock) dabei aktiv sind. Die Tastatur benutzt eine Tastenanordnung, um weniger Ermüdung und schnelleres Schreiben zu ermöglichen. So befinden sich (für englische Tipper) 70% der Anschläge auf der mittleren Buchstabenreihe, die Grundreihe genannt wird.
 
BEARBEITEN Triskele Die Triskele, auch der Triskel oder das Triskel (griech. τρισκελης »dreibeinig«) aus drei gleichen, jeweils um 120° versetzten Elementen, die sich an einem Mittelpunkt treffen. Triskelen finden sich in vielen Kulturen der Welt.
Beispiel: ࿋ U+0FCB TIBETAN SYMBOL NOR BU GSUM -KHYIL.
 
BEARBEITEN Tropfen (Buchstabenform) Kugelendung. Auslaufpunkt kugelförmige Strichendungen bei einer Buchstabenform. Häufig wird es beim »c« der Serifenschriften oder bei den Anführungszeichen verwendet. Der Bogen des a und des c, die Rundung im f, die Fähnchen von g und r und die Unterlängen von j und y enden häufig in einer Tropfenform.
 
BEARBEITEN Umbruch Umbrechen von Text, Grafik und Bild. Umbrechen ist das Anordnen einzelner Satz- und Bildteile zu einer Ganzseite (Kolumne) entsprechend dem vorgegebenen Satzspiegel bzw. Layout.
 
BEARBEITEN Umschalttaste Hochtaste, (engl. Shift key; shift = verschieben; key = Taste). Eine Taste auf der Computertastatur, die Mehrfachbelegungen von anderen  Tasten ermöglicht. So wird beispielsweise ein Großbuchstabe erzeugt, wenn die Umschalttaste zusammen mit einer Buchstabentaste gedrückt wird. Die Umschalttaste wird auch bei zahlreichen Tastaturbefehlen verwendet, um nicht standardgemäße Zeichen zu erzeugen oder spezielle Operationen auszuführen.
 
BEARBEITEN Unformatierter Text noch nicht gelayoutete Rohform eines Textes.
 
BEARBEITEN Unicode Consortium eine gemeinnützige organisation, die den unicode-standard entwickelt und erweitert und sich für dessen verbreitung einsetzt, sich dabei ausschließlich über mitgliedsbeiträge finanziert und sowohl firmen und institutionen, als auch privatpersonen offen steht. Das Unicode Consortium publizierte 1991 eine erste Fassung des Standards und hat seither regelmäßig neue Fassungen herausgegeben, die jeweils der geleisteten Standardisierungsarbeit entsprechen. Das Unicode Consortium arbeitet mit der Internationalen Organisation für Standardisierung zusammen, gemeinsam wurde bis heute Version 4.0 entwickelt.
 
BEARBEITEN Unicode Name die, im unicode standard, der hexadezimalen zeichennummer beigeordnete bezeichnung eines bestimmten zeichens (ex. LATIN CAPITAL LETTER A) Offizieller englischer Name des Zeichens.
 
BEARBEITEN Unicode-Standard Internationaler Standard, dessen Ziel es ist, einen Code für jedes grafische Zeichen oder Element aller bekannten Zeichensysteme festzulegen und dabei die Inkompatibilitäten der verschiedenen 8-Bit-Codierungen in den unterschiedlichen Ländern zu beseitigen. der Standard unterstützt 1.114.112 Zeichen in verschiedenen Ebenen (Planes).
 
BEARBEITEN Unicode-Zwiebelfisch siehe Zwiebelfisch
 
BEARBEITEN Unicodeblock Unterteilt Schriftsysteme innerhalb des Unicode in diverse Blocks. Zum Beispiel kyrillisch, ägyptisch...
 
BEARBEITEN Unterlänge Länge der Buchstaben wie g, j, p, q, y, zwischen der Schriftlinie und dem unteren Buchstabenrand.
 
BEARBEITEN Unterschneidung engl. kering das automatische Auseinander- oder Zusammenrücken von zwei Zeichen, die eng zueinander stehen, sich berühren oder zwischen denen zu viel unausgefüllter Raum steht.
 
BEARBEITEN Versalhöhe Höhe der Großbuchstaben (ohne Versal-Akzente), die bei unterschiedlichen Schriften trotz gleicher Punktgröße nicht identisch sein muss. Sie wird aufgrund der geraden Abschlüsse an Ober- und Unterseite am H gemessen.
 
BEARBEITEN Versalien / Versal Majuskel (lat. »Versus« = Zeile) seit dem 20. Jh der Fachbegriff für Großbuchstaben einer Schrift. In einem gemischten Zeichensatz treten sie als in Initialfunktion auf, d.h. sie bezeichnen den Satzbeginn oder die Wortklasse Substantiv und sollen, somit das Auge durch den Text führen. Sie werden zur Wiedergabe von Inschriften, zur Hervorhebung von stark betonten Wörtern, für Römische Zahlen und Abkürzungen verwendet. Versalien werden eher buchstabiert als gelesen und eignen sich nicht für Textpassagen.
 
BEARBEITEN Versalziffern Ziffern auf Versalhöhe ohne Ober- bzw. Unterlänge. Gtl.: Mediävalziffern.
 
BEARBEITEN Vokal Selbstlaut (lat. vocalis = tönender Buchstabe); Buchstabe, dessen Lautschrift nur aus einem Buchsstabe besteht. Folgende Vokale sind im deutschen Alphabet enthalten: a, e, i, o, u.
 
BEARBEITEN Vorbreite Freiraum, den ein Buchstabe aufgrund seiner Form vor sich frei lässt. Sie ist im Font mit einem genauen Platzbedarf angelegt.
 
BEARBEITEN Währungszeichen (mittelhochdeutsch »Wehrunge« = Gewährleistung) Sonderzeichen, welches für die Währung eines Landes steht. Der Staat legt die Münz und Notensysteme fest. Wichtige Währungszeichen: Dollar, Yen, Euro, Cent, brit. Pfund
 
BEARBEITEN Wäscheleinen-Prinzip Schreibweise, nach der viele indische Schriften geschrieben werden. Kleidungsstücken an einer Wäscheleine ähnlich, hängen in vielen indischen Schriften, etwa der Devanagari, die Zeichen an einer oberen Linie, anstatt wie in römischer Schreibweise auf der Grundlinie zu stehen.
 
BEARBEITEN Wurzelzeichen Ein Radikal (von latein radix, Wurzel) oder Wurzelzeichen ist eine graphische Grundkomponente eines chinesischen Schriftzeichens. In der Mathematik wird das Wurzelzeichen für die Wurzelfunktion benutzt. (die Umkehrfunktion des Potenzierens)
 
BEARBEITEN X-Höhe (auch Mittel-Höhe oder Mittellänge genannt). Höhenmaß der Kleinbuchstaben ohne Ober- oder Unterlänge (wie x,m,n, usw.).
 
BEARBEITEN XML kurzform für «eXtensible Markup Language». eine vereinfachte form der meta-sprache SGML, die es ermöglicht eigene markup-sprachen oder auch eigene erweiterungen von HTML mit eigenen befehlen für bestimmte elemente mit bestimmten logischen bedeutungen zu definieren.
 
BEARBEITEN Zahl (von althochdeutsch zala: eingekerbtes Merkzeichen) Eine Zahl ist ein auf der Grundlage Eins basierender Mengenbegriff. In der Mathematik ist eine Zahl ein durch ein bestimmtes Zeichen oder eine Kombination von Zeichen darstellbarer abstrakter Begriff, mit dessen Hilfe mathematische Verknüpfungen durchgeführt werden können. Zahlen setzen sich aus Einzelzeichen, den sogenannten Ziffern, zusammen. Eine Zahl wird als Ausdruck einer Quantität benutzt, z.B. 5 Quadratmeter oder 12€.
 
BEARBEITEN Zeichen (character) Ein Zeichen ist die Beziehung zwischen Bezeichnetem (‚Signifié‘) und Bezeichnung (= ‚Signifiant‘, Bezeichnendes). Das Bezeichnete entspricht einer Vorstellung oder einem Konzept, das Bezeichnende ist ein Lautbild. Die Funktion eines Zeichens wird durch Konventionen festgelegt.
 
BEARBEITEN Zeichencodierung Vorgang, bei dem die allgemeine Darstellung von einem Zeichen mithilfe eines Kods (Übertragungsvorschrift) in eine andere Darstellung übertragen wird. Die Kode >ASCII und >Unicode z.B. sind Vereinbarungen für die Übertragung von Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen etc in Bitfolgen.
 
BEARBEITEN Ziffern Ganze einstellige Arabische Zahlen von 0-9. Aneinanderreihung von Ziffern ergeben Zahlen. Typographischer Fachbegriff aus der Periode des materiellen Schriftsatzes für Minuskelziffern.
 
BEARBEITEN Zoll (engl. Inch) ist ein Längenmaß (1 Zoll entspricht 2,54 cm). Das internationale Zoll wird heute noch verwendet als übliches Längenmaß in den USA und in Industriezweigen wie z. B. bei der Angabe der Bildschirmdiagonale (z. B. 15-Zoll-Bildschirm), für Diskettengrößen (51/4”, 8”) etc.
 
BEARBEITEN Zwiebelfisch Ein einzelner Buchstabe, der irrtümlich in einem anderen Schriftschnitt oder einer anderen Schriftart als der Rest des Textes gesetzt wurde. Dieser klassische Setzer-Ausdruck stammt aus dem Bereich des Zeitungs- und Buchdrucks.

Wenn sich darüber hinaus z. B. ein griechischer Serifen-Buchstabe in einen lateinischen Sansserif-Text verirrt, kann man von einem Unicode-Zwiebelfisch sprechen, da es inzwischen viele Schriften gibt, die mehrere Schriftsysteme in einem einheitlichen Duktus darstellen können.
 
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