BEARBEITEN Das Digramm 00
Vorbemerkung

Durch teilende Verdopplung der beiden Monogramme U+268A und U+268B entstanden die vier Digramme U+268C bis 268F, auch die vier Bilder (sì Xià) genannt.

Den Bemerkungen zu deren Bedeutung sei eine zu deren Reihenfolge vorangestellt. Die geläufige Folge der Monogramme lautet: yin-yang. Der bekannte Übersetzer und Herausgeber klassischer chinesischer Texte, Richard Wilhelm, stellte das yang vor das yin; so auch hier im decode-unicode.

Man sagt gewöhlich plus-minus und nicht minus-plus. Null-Eins ist wiederum öfters zu hören als Eins-Null. Es ist schwierig, eine historische Logik zu entdecken. Dennoch muss man entscheiden, wie in Zukunft eindeutig zu verfahren ist. Für die in diese Zeichen-Bank gestellten Texte über die Bi-, Tri- und Hexagramme gilt:
Es steht die Null vor der Eins, und das yin steht vor dem yang.
Stellt man yin-yang in eine Matrix mit Null-Eins,
korrespondiert yin mit der Null und yang mit der Eins.

Daraus ergibt sich für die Reihenfolge der vier Digramme (unter 'Missachtung' der hiesigen Vorgaben): U+268F yin-yin, U+268D yang-yin , U+268E yin-yang, U+268C yang-yang.

Zur Bedeutung der 'Vier'

Die Binarität allen Seins ist allzeit evident. Zu vertiefenden Klärungen ist diese Erkenntnis nicht tauglich. Mindestens vier Koordinaten sind notwendig, um Unwissen im Wissen differenziert verorten zu können. Der Raum erstreckt sich in vier Richtungen - in die zwei Doppelrichtungen Nord-Süd und West-Ost. Das einfache kartesische Koordinatensystem stellt vier Quadranten zur orientierenden Verfügung - 'plus und minus' verknüpft mit den zwei Zahlenreihen für zwei Unbekannte 'x und y'. Auch in der Grammatik der Kettenmoleküle sieht man eine doppelt komplementäre Vierfachheit an der Arbeit. Der Regenbogen hat ebenfalls eine vierfache Grundstruktur: für uns links-nach-rechts-Denker bringt stets blau-grün-gelb-rot Harmonie ins Hirn.

So entwickelte sich zwangsläufig auch in China aus dem Kultur-Dual yin-yang ein Vierer-System. In ihm grundlegend ist der einfache Bruch yin-yang, der aber in seiner Allgegenwärtigkeit etwas statisches hat. Den zwischen den Polen herrschenden Spannungen wurde in China deshalb ein Doppelelement der Bewegung eingefügt - die Wandlungen. Allem Sein wohnt eine Geschwindigkeit inne. Je nach deren Tempo werden die Transformationsprozesse benannt - eher Gleichgewicht (Homöostase) oder eher Chaos (Dissipation).

Der bekannteste Name für eine Wandlungs-Skala ist aktiv-passiv. In China spricht man von einem jungen und einem alten Yang. Manche benutzen die Dipole grösser-kleiner, verändernd-beruhend oder dominiert-unterliegt.

Bildlich gesprochen bricht sich der Gegensatz yin-Yang an der Geschwindigkeit in vier Digramme yin-yin, yang-yin, yin-yang und yang-yang auf.

[als Grundlage zum Spielen wäre yin-yin eine 4, die beiden gemischten Doppel ergäben 5 und das yang-yang 6 Punkte. In China steht der Zusammenhalt von Gegensätzen für Stabilität (5). Dagegen sorgt zuviel des Einen für Veränderungsdruck (4) und (6)]


Einzelkommentar zum Digramm 00

Die im Digramm U+268 F dargestellte Dopplung des Prinzip yin zu ¦¦ (von links nach rechts gelesen) betont dessen Veränderungsdruck oder dessen innewohnende Aktivität. Manche Autoren nennen es deshalb das dynamische bzw. das dissipative yin. Es ist im Begriff, sich in sein Gegenteil (yang) zu verwandeln. Es entspricht im dualen Zahlensystem der 00 (von rechts nach links gelesen),, im Dezimalen der Null. Vom unteren Lichtspektrum beginnend bestimmen wir es als blau. Im Bereich der Nukleinsäuren mit ihren vier Basen enstpricht es der Base Uracil/Thymin.

 
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 < CHARACTER >  BLOCK PROPERTIES
U+268F DIGRAM FOR GREATER YIN
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