|
BEARBEITEN
Gedankenstrich Der Gedankenstrich ist auch als Halbgeviertstrich bekannt, da er in den meisten Schriftarten genau ein halbes Geviert lang ist. Bei einer 40pt Schrift ist er also genau 20pt lang. Er hat viele Verwendungen und deshalb auch einige andere Bezeichnungen.
Synonyme Gedankenstrich, Halbgeviertstrich, Aufzählungsstrich (= Spiegelstrich), Streckenstrich oder Auslassungsstrich Verwendung Das Zeichen wird oft als Gedankenstrich eingesetzt, um ein Innehalten oder eine Wendung im Sprachfluss darzustellen – wie in diesem Beispiel. Es kann jedoch auch – wie hier – einen Einschub innerhalb eines Gedankenganges visuell trennen. Es wird auch bei Gegenüberstellungen eingesetzt: Englisch – Deutsch. Als Aufzählungsstrich (veraltet: Spiegelstrich) wird er bei einer Liste eingesetzt: – Eier – Butter – Käse – Milch Hier kann auch der doppelt so lange Geviertstrich — U+2014 EM DASH verwendet werden: — Eier — Butter — Käse — Milch Als Streckenstrich steht er für eine räumliche oder zeitliche Distanz: London–Tokyo 1939–1945 Hier kann auch der doppelt so lange Geviertstrich — U+2014 EM DASH verwendet werden: London—Tokyo 1939—1945 Als Auslassungsstrich steht er, wie der Name schon vermuten lässt, für Textinformationen stehen, die weggelassen wurde: »Bist Du Dir sicher dass – « 20,– € Auch hier kann auch der doppelt so lange Geviertstrich — U+2014 EM DASH verwendet werden: »Bist Du Dir sicher dass — « 20,— € Geschichte Der Gedankenstrich ist anscheinend bereits um 1600 in England zu finden, wo er nach einer Theorie von dem Dramatiker Ben Jonson (1572—1637) erfunden wurde. Ben Jonson verwendet ihn 1600 in »Every man out of his Humor« und 1602 in »Poetaster«. In diesen Dramen tritt der Gedankenstrich noch recht vereinzelt auf. Er wurde in der englischen Literatur zunächst dazu verwendet, um die wechselnden Sprecher in Theaterstücken zu unterscheiden oder eine Unterbrechung zu kennzeichnen. Später erfüllte er die Funktion, eine Haltung oder Aussage hervorzuheben oder auch gefühlsbetonte Gedanken darzustellen. In Deutschland scheint der Gedankenstrich erstmals 1660 in Andreas Grypius’ »Horribilicrifax« aufzutauchen. nicht zu verwechseln mit - U+002D HYPHEN-MINUS Bindestrich, Divis — U+2014 EM DASH Geviertstrich (englischer Gedankenstrich) ― U+2015 HORIZONTAL BAR Horizontallinie − U+2212 MINUS SIGN Minus |
|
|
BEARBEITEN
Typografie Der englische Name »En Dash« weist darauf hin, dass das Zeichen in den meisten Schriften so breit ist wie die Versalie N.
|
|
|
HINZUFüGENÄHNLICHE ZEICHEN
|
| < CHARACTER > | BLOCK | PROPERTIES |