BEARBEITEN de_u_042A_cap_s_sign_01

1. Unicode-Name / Hexadezimalnummer

CYRILLIC CAPITAL LETTER SOFT SIGN U+042A

CYRILLIC SMALL LETTER SOFT SIGN U+044C

2. Name (Herkunft)

Kleines Er Synonym: weiches Zeichen
ieрь (Altbulgarisch)
aзъiкъ (Sprache, език) ((Abb. mit altbulgarischen Buchstaben erstellen!!!))

Quelle: (1), (2), (3).

3. Transkription ins Lateinische
j oder y ((—Transliterationstabelle ansehen!!!—))

4. Hinweise zur Aussprache
((—Siehe Phonetik!—))

4.1. International Phonetic Alphabet (IPA)
((—in Kürze!!!—))

5. Position
In der alphabetischen Ordnung hat der Buchstabe Ь die Position 31.

6. Synonyme

Auf die Abb. zu ›Synonyme‹ (U+462 Yat) verweisen: Ь+E=YAT (Abb. erstellen!!!—Altkirchenslawische Schrift verwenden!—).

(Siehe Artikel zu U+0426 Yat / ›Synonyme‹!)

7. Herkunft

Siehe Artikel zu U+0426 Yat / ›Herkunft‹!

8. Entstehungszeit

Siehe Artikel zu U+0426 Yat / ›Entstehungszeit‹!)

9. Verbreitung

Siehe Artikel zu U+0426 Yat / ›Verbreitung‹!

10. Geschichte des Buchstaben Ь

Es wird angenommen, dass der Gestaltung des Buchstaben Ь das Zeichen IO des Pliska-Alphabets (vor der Glagoliza) zu Grunde liegt, nämlich von unten mit einem Bogen geschlossen und nach links gewandt, obwohl wir in den ältesten erhalten gebliebenen epigraphischen und paleographischen Denkmälern verschiedene Formen dieses Buchstaben finden. Das sind z.B. eine senkrechte Linie mit einem kleinen Kreischen rechts an ihr angeklebt und mit einer waagerechte Linie oben verbunden. Einer der wichtigsten Buchstaben des altbulgarischen Alphabets – der Buchstabe kleines Er Ь – war ein sehr spezieller Vokal im Lautsystem dieser slawischen Sprache und wurde als IO, jotiertes O, ausgesprochen. Davon stammen die Buchstaben Yat und Ъ. Dieser Doppelvokal als Buchstabenzeichen hatte eine normale Vokallänge, war also kein reduzierter Vokal.

Quelle: (2), ab S. 68.

11. Zeichenfamilie

Siehe Artikel zu U+0426 Yat / ›Zeichenfamilie‹!

12. Vorspann

Einen passenden Satz zu diesem Zeichen erfinden.

13. Bedeutung des kleinen Er

Abbildung b
Ь — 31. Position im Alphabet — юность (Altbulgarisch: junost’=›Jugend‹)

Bedeutung – Sprachwert und Funktion der Ers (Ъ und Ь)

Kein Wort hat am Wortanfang den 32. Buchstaben des kyrillischen Alphabets Yat. Genau der selbe Fall ist bei Ъ (beim großen Er), bei dem russischen Zeichen Yeraj (U+042B) und bei dem kleinen Er festzustellen. Der Buchstabe Ь, gleichfalls später der Buchstabe Ъ, hatte die Hilfsfunktion, offene Silben in Wörtern mit aufeinanderfolgenden Konsonanten zu bilden. Somit endet jede Silbe mit einem Vokal. Manchmal sollten sie als Silbentrennungen dienen oder das Wort in zwei Teile trennen und auch den Akzent verteilen. Ähnlich wie bei dem Buchstaben Yat ist das große Er ein sehr kompliziertes Zeichen. Es beinhaltet die Laute Ъ und das silbenöffnenden IO (Ь), um richtig offene Silben bilden zu können. Ausserdem dient der Buchstabe Ъ (nach Lautsystem) zweier ähnlich klingenden Wörter wie дьнь (Altbul. ›Tag‹) und дъно (Bul. ›Grund‹), сьнь (Altbul. ›blau‹) und сънь (Altbul. ›Traum‹) zu unterscheiden.

Quelle: (8).

14. Zahlwert

Die Vokale bzw. die reduzierten Vokale Yat, großes Er, Yeraj und kleines Er haben weder im Glagolitischen, noch im Kyrillischen einen Zahlwert.

Quelle: (8).

15. Typografie

15.1. Typografie – Enführung in die Grundformen des Yat-Zeichens

Siehe ›Tabelle_Schriftartenauszüge‹ (aus den aktiven Yat-Zeiten) in: Artikel zu U+0426 Yat!

Siehe Abb. ›Textabschnitt_Wörterbuch‹ (der bulgarischen Sprache von Najden Gerow, 1895) in: Artikel zu U+0426 Yat!

15.2. Typografie – Ähnliche Zeichen – Formal ähnlich (kleines Er):

U+0409
U+040A
U+0411
U+0183
U+042B, U+044B (Kleinbuchstabe)
U+A650, U+A651 (Kleinbuchstabe)
U+A64E, U+A64F (Kleinbuchstabe)

15.3. Typografie – Ähnliche Zeichen – Inhaltlich ähnlich (kleines Er):

U+0408
U+04AE

16. Bildgalerie

Siehe Artikel zu U+0426 Yat / ›Bildgalerie‹!

17. Bibliografie und Textquellen

LOCS
(1) Lysaght T.A.: Old Church Slavonic (Old Bulgarian)-Middle Greek-English Dictionary, Wien 1983

DISBSCH
(2) Jontschev, Wassil: Alte und zeitgenössische bulgarische Schrift, Balgarski Hudozhnik Verlag, Sofia 1982

KME
(3) Dinekov, Petar und andere: Kirilometodievska enziklopedia, Bulgarische Akademie der Wissenschaften und andere Verlage, Bände 1. – 1985, 2. – 1995, 3. – 2003, 4. – 2003

SGIKN
(4) Goschev, Ivan: Altbulgarische glagolitische und kyrillische Inschriften aus dem 9. und 10. Jahrhundert, Sofia 1961

JSHBAS
(5) Birnbaum, Henrik; Schaeken, Jos: Die altkirchenslawische Schriftkultur, München 1999

StMlWERBLS
(6) Mladenov, Stefan: Wörterbuch der Etymologie und der Rechtsschreibung der bulgarischen Schriftsprache, Sofia 1941

SBKM
(7) 1100 Jahre Slawische Schrift 863–1963, eine Textsammlung den Brüdern Kyrill und Methodi gewidmet, Bulgarische Akademie der Wissenschaften, Sofia 1963

NaGeWdBS
(8) Gerov, Najden: Wörterbuch der bulgarischen Sprache, Plovdiv 1895

TTGBA
Tanev, Tatscho: Gespräche über die bulgarischen Alphabete, Sofia 2003

EBUL
Enzyklopädie Bulgarien, Band 1., Bulgarische Akademie der Wissenschaften, Sofia 1974 (Kurzausgabe)

BSE
Die Große Sowjetische Enzyklopädie (Bolschaja Sowetskaja Enzyklopedia), Moskau, 2. Ausgabe aus den 60-er Jahren

AOPKIG
Jontschev, Wassil: Das Alphabet aus Pliksa, die Kyrilliza und Glagoliza, Kiril Gogov & Söhne Hrsg., Sofia 1997

StLitE
Petkanova, Donka: Lexikon der altbulgarischen Literatur, Petar-Beron-Verlag, Sofia 1992

18. Bilderquellen

(Liste mit Nummerierung der gesamten Bilder zu diesem Eintrag erstellen und richtig sortieren!)

 
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