|
BEARBEITEN
Geschichte
Bis 1929 wurde in der Türkei die arabische Schrift gelehrt (welche mit persischen Zusatzzeichen ergänzt wurde). 1926 nahm Mustafa Kemel Atatürk an einem Kongreß der Turkologen teil, bei dem unter anderem die Abschaffung der arabischen Schrift diskutiert wurde. An deren Stelle sollte die Lateinschrift treten. Mit solchen Reformen versuchte er die türkische Republik nach westeuropäischen Vorbild, zu einem modernen Staatswesen umzugestalten. Atatürk, den man auch „Schöpfer der modernen Türkei” nennt, führte 1928 das „neue türkische Alphabet und Grundlage für die Neuschreibung der Wörter” ein. Dieses Alphabet umfasst insgesamt 29 Buchstaben, an dessen neunter Stelle sich das yumusac g befindet. |
|
|
BEARBEITEN
Verbreitung
Das G with breve wird sowohl in Azerbaijan, der Türkei als auch in Tatar verwendet. (Die tatarische Sprache wird in vielen Ländern der ehemaligen UdSSR, in Tatarstan und in Baschkortosan gesprochen und gehört sprachgeschichtlich zur Gruppe des Westtürkischen.) |
|
|
BEARBEITEN
Typografie Das yumusac g wird mit einem mittig, nach oben geöffneten Halbkreis über der Majuskel geschrieben. Zeichenfamilie Das weiche gehört zur Familie der Versalbuchstaben. |
|
|
BEARBEITEN
Bedeutung und Aussprache
Das yumusac g, auch weiches G genannt, ist ein in der Kehle gesprochener Laut. Vor den Buchstaben e, i, ö und ü wird es zu einem j umgewandelt. Die Breve ist ein Akzent, welcher auf Vokalen, als auch auf Konsonanten verwendet wird. Sie taucht im malaiischen, rumänischen, türkischen und vietnamesischen auf. Im allgemeinen dient sie dazu, dass eine Silbe oder ein Selbstlaut kurz ausgesprochen wird. |
|
|
HINZUFüGENÄHNLICHE ZEICHEN
|
| < CHARACTER > | BLOCK | PROPERTIES |