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Lateinischer Buchstabe W Das Zeichen W entwickelte sich erst im Mittelalter aus einem ge-doppelten V. Noch in der Renaissance wurde der Laut w häufig durch uu oder vv dargestellt. Das Grafem w galt lange Zeit für den Laut u, heute ist sein Lautwert w.
Abbildungen des eigenständigen Buchstaben W findet man erst seit ca. 1560, z.B. in einer Versalkonstruktion von Neudörffer. Vor der Zeit des Buchdrucks findet sich das W selten, da die meisten Texte in lateinischer Schrift verfasst wurden und das Zeichen erst im Spätlateinischen dem lateinischen Alphabet hinzugefügt wurde. Als sich das W langsam durchsetzte, kam man von der Darstellung ab, bei der sich die beiden V überlagern und entwickelte eine Form, bei der sich die beiden in der mittleren, nach oben weisenden Spitze, vereinigen. Aufgrund seines späten Auftretens gab es beim W keine eigenständige Geschichte des Kleinbuchstabens. So verwendete man einfach eine Verkleinerung der Versalform. |
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Verbreitung Das Zeichen wurde im Spätlateinischen dem lateinischen Alphabet hinzugefügt und ist seit dem weltweit verbreitet.
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Bedeutung Der Buchstabe W wird im Deutschen verwendet um den Lautwert [v] wiederzugeben.
Abkürzungen: Mit W wurde das alte Längenmaß Werst bezeichnet. Es steht außerdem für die Himmelsrichtung Westen. Die Woche wird häufig durch ein W abgekürzt. Der Wasserstand wird durch ein vorangestelltes W gekennzeichnet. Wirtschaft: In der Finanzwirtschaft steht das W als Abkürzung für Wert, Wechsel und Währung. Physik: In der Physik ist W das Formelzeichen für Energie. Es ist das Ein-heitensymbol für das Watt, die Einheit der Leistung. Chemie: In der Chemie steht das Zeichen für das Element Wolfram. Kfz-Kennzeichen: In Deutschland steht das W auf einem Kfz-Kennzeichen für die Stadt Wuppertal und in Österreich für die Hauptstadt Wien. |
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Zeichenfamilie und Typografie
Zeichenfamilie: Das W gehört sowohl zur Zeichenfamilie der Versalbuchstaben, als auch dem lateinischen Alphabet und den Konsonanten. Da es ursprünglich aus einer Doppelung eines anderen Zeichens besteht, kann man dieses außerdem als eine Ligatur bezeichnen. Typografie Das Grafem W besteht aus zwei nebeneinanderstehenden und oben verbundenen V. Die Grundfigur des W, wie auch des V, ist eine Dreieckfläche. Durch Verdreifachung der Grundfigur und deren Richtungsstellung wird das W beschrieben. Das W gehört zu den Buchstaben mit Diagonalformen. Bei der Konstruktion dieses Zeichens gibt es einige Dinge zu beachten. Es kann leicht den Eindruck des Auseinanderbrechens erwecken, indem die Gelenkstellen zu breit auf den Leitlinien stehen. Sie sollen aber schmäler als die Hauptbalkenstärke sein. Die Konturen gegen die Dreieckspitzen sollen verjüngt werden. Es sollte außerdem wo möglich nach rechts verfettet werden. |
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• in der Mathematik ist w das Zeichen für die Wahrscheinlichkeit
• in der Physik ist w das Formelzeichen für die Energiedichte und das Formelzeichen für Energie • im SI-Einheitensystem ist W das Einheitensymbol für das Watt, die Einheit der Leistung • mit W wurde das alte Längenmaß Werst bezeichnet • W wird häufig als Abkürzung für Woche gebraucht • in der Chemie ist W das Zeichen für das Element Wolfram • als Kfz-Kennzeichen steht W in Deutschland für Wuppertal, in Österreich für Wien • W steht für die Himmelsrichung Westen • in der Finanzwirtschaft steht W für Wert, Wechsel und Währung |
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