BEARBEITEN Herkunft Die indo-arabischen Ziffern gehen aus den indischen Brami-Zahlschrift hervor und gelangten durch die Araber im 10. Jh. über Spanien nach Europa. Sie lösten mit Beginn des 13. Jh. in Westeuropa die Römischen Zahlen sukzessive ab und ermöglichten durch ihre wesentlich einfachere und übersichtlichere Schreibweise – und natürlich durch die Null – die Weiterentwicklung der komplexen Mathematik und der Naturwissenschaften.
In Deutschland setzten sie sich erst im 15. Jh. durch. Einige Ziffern (wie z.B. die Vier) erhielten auch erst dann ihre heutige Form.
In der Mitte des 16. Jh. hat Claude Garamont als Erster die Ziffern seiner Schrift voll angeglichen.


 
BEARBEITEN im Gegensatz zum Alphabet finden sich in den Zahlen sehr wenige Vertikale, dies bestimmt aus Gründen der Dominanz der Ziffer 1.
Den einzigen Ansatz zu einer zweiten Vertikalen finden wir in der 4.
Dagegen erscheinen Horizontale häufiger (2, 4, 5, 7).
Drei Ziffern haben betonte Schrägbewegungen (2, 4, 7).
In der gesamten Ziffernreihe erscheinen nur zwei Strichkreuzungen (4, 8).
 
BEARBEITEN Die Ziffer 4 ist in folgenden Bereichen verbreitet:
- Mathematik
- Nummerologie
- Musik
- Karthographie
- Religion
- Mystik
- Linguistik
 
BEARBEITEN symbol für loyalität, beharrlichkeit, praktische veranlagung, ehrlichkeit, schwerfälligkeit, langsamkeit, konservativismus und mangelnde anpassungsfähigkeit

es gibt:
- vier grundelemente: feuer, wasser, luft und erde
- vier jahreszeiten: frühling, sommer, herbst und winter
- vier temperamente: cholerisch, sanguinisch, melancholisch und phlegmatisch
- vier geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig und bitter
- vier himmelsrichtungen: nord, ost, süd und west
- jeder lebensbereich läßt sich als quartett darstellen: leib, seele, geist und wille; freiheit, reinheit, wahrheit und einheit; fest, flüssig, gasförmig und plasma; punkt, linie, fläche und raum
 
BEARBEITEN Parallel zum Werdegang der Schriften entwickelte jeder Kulturkreis ein eigenständiges Aufzeichnungssystem von Zahlenbegriffen.
Zahlwerte wurden mit Hilfe der üblichen Schriftzeichen ausgedrückt (z.b. die klassischen Schreibweisen der Griechen und Römer).
 
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