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Die tibetische Schrift gehört zu den nordindischen Zeichensystemen. Die frühesten tibetischen Inschriften stammen auf das 7. Jahrhundert AD. Der Ursprung der Schrift ist noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Einem Mythos zufolge, soll der südtibetische König Sron-btsan sgarn-po im 7. Jahrhundert AD, seinen Minister Thon-mi Sambhota damit beauftragt haben, in Indien Erkundigungen über den Buddhismus einzuholen. Im Rahmen dieser Mission soll Thon-mi Sambhota, zusammen mit buddhistischen Mönchen, die von Devanagari/Sanskrit abgeleitete tibetische Schrift geschaffen haben.
Die frühesten tibetischen Inschriften stammen aus dem 7. Jahrhundert und heissen dbu can (=mit Kopf). Die dbu med (=ohne Kopf) kam erst um das 12. Jahrhundert auf. Silbenschrift: Beim tibetischen Zeichensystem handelt es sich wie bei allen indischen Schriftsystemen, um ein Abugida-Alphabet. Eine Abugida (Silbenschrift) zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Konsonant mit dem inhärenten Vokal »a« verknüpft ist, welcher durch die Kombination mit verschiedenen diakritischen Zeichen zu einem anderen Vokal modifiziert werden kann. Im Unicode ist die für den Print konzipierte Variante der tibetischen Schrift, namens u-can oder u-chen codiert. U-can (u-chen) wird auch in den tibetisch-religiösen, lamaistischen Texten verwendet. Die kursive, handschriftliche Variante des Zeichensystems, heisst u-mey und ist nicht im Unicode codiert. |
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Verbreitung: die tibetische Schrift wird in der chinesischen Provinz Tibet und Qinghai, in Indien, Bhutan, Sikkim, Ladakh und Nepal verwendet.
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Sprachen Mit dem tibetischen Schriftsystem können Sino-Tibetisch, Dzongkha (Bhutanesisch) und Mongolisch geschrieben werden.
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Fonts: die Tibetan & Himalayan Digital Library stellt ihren Opentype-Font Tibetan Machine Uni font (THDL Open Community License, Version 1.0.) unter: http://iris.lib.virginia.edu/tibet/tools/download.html?tmu zum Download zur Verfügung.
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