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Yang Mit dem »großen Balken«, vergleichbar mit einer horizontal liegenden Eins, begann vielleicht die Entwicklung der inzwischen rund 50 000 chinesischen Bildzeichen. Alles, was zwischen dem »Anfang des Universums« (Tai) und dem »Ende des Universums« (Chi) existiert, fand seinen Platz unter dem »großen Balken«. Erst später entwickelte sich daraus der duale Ausgleich von Yin (siehe U+268B MONOGRAM FOR YIN) und Yang.
Als Balken, Dach und Himmel steht obiges Zeichen für Anfang, Sein und Eins; oder für das »Tao«, das nach den Gesetzen der Logik Alles, nur nicht sich selbst, beschreiben kann. Als Yang steht der Balken u.a. für: Zeit, oben, aufwärts, aufsteigen, horizontal, vorwärts, außen, auseinander, schnell, Tag, Sommer, warm, Helligkeit, Licht, Energie, Feuer, Sonne, Himmel, maskulin, hart, durchdringend, Lautstärke, Drache, Bewegung, aktiv, Leben, Fülle, Eins, Plus, multipliziert, ungerade Zahlen. Lothar Ledderose, Professor für Ostasiatische Kunstgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg spricht vom »modularen Baukastensystem« Chinas. In den Zeichen werden Einzelelemente immer neu kombiniert. Darin sieht Ledderose ein Grundmuster im chinesischen Denken, aufgebaut auf dem Prinzip der chinesischen Schriftzeichen. Kein Mensch kann sich 50.000 oder auch nur 5.000 Zeichen merken. Aber die 200 Einzelmodule, aus denen sie bestehen, kann man sich merken. Den »großen Balken« kann man daher – simplifizierend – als Urmodul der chinesischen Schrift bezeichnen. |
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